iFixIt – Akku-Tausch

Nach gut 4 Jahren Nutzung und vorheriger Anzeichen, die ich ignoriert habe oder einfach nicht sehen wollte, hat sich mein Akku vom MacBook Pro (early 2015) verabschiedet. Naja, nicht direkt verabschiedet, sondern er hat sich aufgebäumt.Hätte ich, wie schon erwähnt, die Anzeichen ernst genommen, wäre ich vielleicht schon vorher aktiv geworden. Das Touchpad hat schon seit einiger Zeit keine haptischen Feedback mehr von sich gegeben und die Bereiche, wo der Akku verbaut ist wurden teilweise extrem heiß. Aber wie gesagt, ignoriert.

Vor gut drei Wochen dann der Schock am Küchentisch. Mein MacBook wurde zu einer Wippe. Im Bereich des Touchpas hatte sich der Akku soweit aufgebläht, das die Auflagepunkte rechts und links vorne die Tischplatte nicht mehr berührten und sich das Gehäuse verformte. Um einem kompletten Zerreißen vorzubeugen, habe ich dann schnell das MacBook geöffnet und die untere Abdeckung entfernt, Da sah ich dann den Übeltäter.

Nach einer kurzen Recherche im Netz, habe ich das MacBook erstmal draussen im Anbau kühl gelagert, da ein aufgeblähter Akkupack nicht ungefährlich ist. Bei iFixIt fand ich dann eine Anleitung zur Selbstreparatur und die notwendigen Ersatzteile. An sich ist der Aus- und Einbau kein Problem, wenn der Akku nicht aufgebläht ist. Bei einer Beschädigung können sich die Gase entzünden und das MacBook geht in Flammen auf.

Nachdem das Reparaturset dann auf meinem Schreibtisch lag, ging es los. Durch das tagelange Herunterkühlen des Akku konnte ihn dazu bringen, nicht mehr ganz so prall auszusehen. Mit der Anleitung auf dem iPad ging es dann auf die Werkbank (gut belüftet wegen dem Aceton zum Lösen des Klebers) und die Spiele konnten beginnen. Die Anleitung ist wirklich super beschrieben und nach 1 1/2 Stunden war der Akku getauscht. Anschließend noch den neuen Kalibriert und siehe da, ich habe sogar wieder eine Akkuleistung von 8-9 Stunden. Hervorragend. Einzig die Haptik des Trackpad ist futsch, womit ich aber leben kann, da die Funktionen dabei nicht eingeschränkt sind.

Abschließend zur Ursache des kaputten Akkus.Ein Akku ist dazu da, das er entladen und geladen wird. Da ich sehr oft das MacBook aber am Ladekabel gelassen habe, konnte der Akku nicht richtig arbeiten und hat sich dadurch langsam zerstört. Von jetzt an arbeite ich erst mit der Akkuleistung bis zu einem bestimmten Ladepunkt (15-20%) und schließen erst dann das Netzteil an. Ausnahme: Ich arbeite im Büro und habe noch weitere Zusatzgeräte angeschlossen, denn dann wäre der Akku innerhalb kürzester Zeit leer. Bei iFixIt stand auch, dass man in regelmäßigen Abständen die Kalibrierung wiederholen soll. Das würde zur Lebensdauer der Akku positiv beitragen.